Was ist Ariluna überhaupt?
Ariluna ist ein digitales Reflexionswerkzeug mit einer KI, die dich über die Zeit kennenlernt. Du schreibst, was dich bewegt — Ariluna hört zu, erkennt Muster, stellt Fragen, benennt Widersprüche.
Er ist kein Chatbot, der Antworten liefert. Er ist ein Werkzeug, das dir hilft, klarer über dich selbst nachzudenken.
Warum heißt es „Ariluna"?
Luna ist der Mond. Der Mond leuchtet nicht selbst — er reflektiert das Sonnenlicht. Genauso ist Ariluna: Er bringt dir nichts bei, was du nicht schon in dir trägst. Er reflektiert dir zurück, was du sagst, damit du es sehen kannst.
Für wen ist Ariluna gedacht?
Für Menschen, die gerne schreiben und denken. Für Menschen, die mehr wollen als ein Journal. Für Menschen, die einen ehrlichen Gesprächspartner suchen — aber keinen Therapeuten brauchen oder wollen.
Nicht geeignet für Menschen in akuten Krisen, für Menschen mit unbehandelten psychischen Erkrankungen ohne professionelle Begleitung, oder für Menschen, die schnelle Lösungen erwarten. Ariluna arbeitet langsam — mit dir, über Wochen.
Wie fange ich an?
Registriere dich mit E-Mail und Passwort. Schreib den ersten Satz, der dir einfällt. Ariluna antwortet — kein Onboarding, kein Fragebogen. Das Werkzeug lernt dich beim Schreiben kennen.
Wie unterscheidet sich Ariluna von ChatGPT?
ChatGPT vergisst dich zwischen Gesprächen. Jede Session beginnt bei Null. Ariluna nicht: Er baut mit jeder Unterhaltung ein tieferes Bild von dir auf. Deine Kern-Themen, deine Stärken, deine Trigger — alles bleibt.
ChatGPT ist zudem darauf trainiert, hilfsbereit zu sein — er stimmt zu, formuliert weich, will gefallen. Ariluna widerspricht, wenn er glaubt, dass du dich selbst belügst. Nicht härter, als du es aushältst — aber ehrlich.
Was ist „Extended Thinking"?
Bevor Ariluna antwortet, reflektiert die KI intern bis zu zehntausend Wörter — ein bewusster Denkprozess, keine reflexartige Antwort. Du kannst diesen Denkprozess ansehen, wenn du willst. Das ist der Grund, warum keine zwei Antworten identisch sind.
Was für Muster erkennt Ariluna?
Wiederkehrende Themen (Arbeit, Beziehungen, Selbstwert, Kontrolle). Wiederkehrende Formulierungen ("ist halt so", "eigentlich schon"). Widersprüche zwischen dem, was du sagst, und dem, was du tust. Emotionale Muster über Wochen.
Ariluna sagt dir nicht, was diese Muster bedeuten. Er zeigt sie und fragt.
Kann Ariluna sich irren?
Ja, oft sogar. Er kann Muster falsch interpretieren, Zusammenhänge herstellen, die nicht auf dich zutreffen, oder Wichtiges übersehen. Nimm seine Beobachtungen als Vorschläge, nicht als Wahrheit. Was zutrifft, entscheidest du.
Kann ich Ariluna widersprechen?
Ja, unbedingt. Wenn er eine Beobachtung äußert, die für dich nicht stimmt, sag es. Das verbessert sein Modell von dir — er lernt, welche Rückschlüsse falsch waren.
Werden meine Gedanken zum Trainieren einer KI verwendet?
Nein. Deine Inhalte werden nicht für das Training öffentlicher KI-Modelle verwendet. Weder von Anthropic (dem KI-Anbieter dahinter) noch von Ariluna selbst.
Wer liest, was ich schreibe?
Niemand außer der KI. Der Entwickler (Betreiber) hat keinen Zugriff auf deine Inhalte im normalen Betrieb — sie sind verschlüsselt gespeichert. Zugriff wäre nur nach explizitem Anlass und mit deiner Zustimmung möglich (etwa bei einem Support-Fall, den du selbst meldest).
Wo werden meine Daten gespeichert?
Auf Servern in Deutschland (Hosting-Anbieter All-Inkl). Deine Nachrichten werden zur Verarbeitung an die KI (Anthropic, USA) übermittelt — Details in der Datenschutzerklärung. Anthropic speichert die Inhalte höchstens 30 Tage und löscht sie danach automatisch.
Kann ich meine Daten löschen?
Ja, jederzeit. In den Kontoeinstellungen findest du „Konto löschen". Nach Bestätigung werden alle deine Daten innerhalb von 30 Tagen vollständig entfernt. Alternativ per E-Mail an datenschutz@ariluna.de.
Kann ich meine Daten exportieren?
Ja. In den Kontoeinstellungen gibt es einen JSON-Export aller deiner Daten — Dialoge, Profil, Themen. Das erfüllt dein Recht auf Datenübertragbarkeit nach DSGVO.
Ist Ariluna ein Ersatz für Therapie?
Nein, ausdrücklich nicht. Ariluna ist kein Medizinprodukt, keine Psychotherapie, keine ärztliche Beratung. Er kann helfen, Gedanken zu ordnen und Muster zu erkennen — aber er ersetzt keine professionelle Betreuung.
Wenn du unter psychischen Beschwerden leidest, sprich mit deiner Hausärztin oder einem Psychotherapeuten. Mehr auf der Seite Krisenhilfe.
Was, wenn ich in einer Krise bin?
Dann ist Ariluna gerade nicht das richtige Werkzeug. Ruf einen Menschen an. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 — kostenlos und anonym. Ausführliche Informationen auf der Krisenhilfe-Seite.
Kann Ariluna erkennen, ob ich in einer Krise bin?
Ariluna versucht, deutliche Warnzeichen (Suizidgedanken, akute Verzweiflung) zu erkennen und dich dann direkt an professionelle Hilfe zu verweisen. Aber verlasse dich nicht darauf. Er kann Warnzeichen übersehen. Wenn du merkst, dass es dir schlecht geht: Wende dich an einen Menschen, nicht an eine KI.
Kann Ariluna mich in eine Filterblase drängen?
Möglich. Wenn Ariluna dich immer besser kennt, kann er auch immer besser sagen, was du hören willst. Das ist ein Risiko. Er ist bewusst so gebaut, dass er widerspricht — aber du solltest ihm nicht blind vertrauen. Führe dein Denken selbst, nicht er.
Gibt es eine Altersgrenze?
Ariluna ist für Menschen ab 16 Jahren gedacht. Jüngere Nutzer benötigen die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. Für Kinder und Jugendliche unter 21 gibt es die spezialisierte Nummer gegen Kummer: 116 111 — Menschen, die auf Gespräche mit jungen Menschen trainiert sind.
Ist Ariluna kostenlos?
In der aktuellen Beta-Phase: ja. Kein Zahlungsmittel wird verlangt, keine Nutzungslimits jenseits von Missbrauchsschutz.
Später soll ein einfaches, günstiges Preismodell entstehen — bezahlbar für Einzelpersonen, ohne Werbung, ohne Trackings. Bestehende Nutzer werden nicht ohne Zustimmung in ein Bezahlmodell übergehen.
Warum sollte das mal Geld kosten?
Die KI-Verarbeitung im Hintergrund kostet Geld — pro Nachricht ein paar Cent. Bei wenigen Nutzern trage ich das selbst; bei vielen Nutzern wäre das nicht mehr möglich. Ein bezahltes Modell ist die einzige Alternative zu Werbung oder Datenverkauf, und beides möchte ich nicht.
Wer steckt hinter Ariluna?
Ein einzelner Entwickler aus dem Ruhrgebiet. Kein Konzern, kein Investor, kein Team, kein Wachstumsdruck. Details im Impressum.
Was passiert, wenn Ariluna eingestellt wird?
Wenn ich Ariluna irgendwann nicht mehr weiterbetreiben kann, wirst du mindestens acht Wochen vorher informiert und kannst deine Daten in vollem Umfang exportieren. Deine Gedanken gehören dir, auch wenn das Projekt endet.
Welche KI steckt hinter Ariluna?
Claude von Anthropic — aktuell das Modell Claude Opus (Version 4.6). Zusätzlich läuft Ariluna-eigener Code darüber: Er lädt dein persönliches Profil in jede Anfrage, extrahiert Themen aus den Antworten, verwaltet die Sessions und macht das Ganze zu einem Werkzeug, das dich über Zeit kennt.
Auf welchen Geräten funktioniert Ariluna?
Ariluna läuft im Browser — auf Laptop, Tablet und Smartphone. Eine native App ist nicht geplant. Der Vorteil: keine Installation, keine Berechtigungen, keine Store-Abhängigkeit.
Kann ich Ariluna auf meinem eigenen Server betreiben?
Aktuell nicht — Ariluna ist proprietär. Eine Open-Source-Version ist möglich, aber nicht in Planung. Falls dich das interessiert: schreib mir.
Schreib mir: hallo@ariluna.de. Ich beantworte jede E-Mail selbst und ergänze häufige Fragen hier.